Manufacturing Interface Komax, kurz MIKO, ist die Schnittstelle für den Datenaustausch mit den Kabelverarbeitungsmaschinen. Dank Vernetzung mit Informationen in Echtzeit trägt sie zur erheblichen Steigerung der Produktivität und Qualität der Fertigung bei. Im Kontext der Industrie 4.0 maximiert die MIKO Schnittstelle die Prozessqualität, sichert die lückenlose Rückverfolgbarkeit und erhöht die Leistungsfähigkeit des Maschinenparks.
Für die Kabelverarbeitungsmaschinen wird eine neue Vernetzungsschnittstelle spezifiziert und implementiert, die auf folgenden offenen Standards basiert:
– HTTP (ReST)
– MQTT
Das ReST-API verwendet http als unterliegende Protokoll-Schicht und ermöglicht Daten an die Maschinen zu senden oder von diesen abzurufen. Um wiederkehrendes Polling zu vermeiden, wird mittels MQTT das publish-subscribe pattern realisiert. Diese Schnittstelle wird in alle Kabelverarbeitungsmaschinen der Firma Komax integriert werden.
Die Herausforderung besteht darin, die unterschiedlichen Anforderungen der verschiedenen Maschinen in einer möglichst homogenen Schnittstelle abzubilden. Die MIKO Schnittstelle soll den Entwicklern in Form eines einfachen und bedienerfreundlichen Interface (Software Development Kit – SDK) zur Verfügung gestellt werden.
Die Schnittstellen Spezifikation wird mit Hilfe eines Tools modelliert und daraus pro Maschinentyp die Interfacebeschreibung sowie der Softwarecode und die Dokumentation des SDK’s generiert. Automatische Systemtests erhöhen die Softwarequalität.
Die neue Schnittstelle MIKO eröffnet neue Perspektiven auf dem Weg zu Industrie 4.0 und steigert Produktivität und Qualität der Kabelfertigung. Das Generieren von Softwarecode und Dokumentation stellt die Konsistenz zwischen Modell und Implementation sicher und erleichtert die Weiterentwicklung der Schnittstelle.
