
Ich verwende selbst immer häufiger KI zur Code-Generierung. Und ja: Die Ergebnisse werden spürbar besser. Schneller. Strukturierter. Oft überraschend brauchbar.
Aber heisst das, dass Softwareentwickler bald überflüssig sind?
Ich glaube: Nein. Aber unser Berufsbild verändert sich gerade fundamental.
Gerade Junior-Entwickler können dank KI heute extrem schnell Ergebnisse erzielen. Features entstehen in Minuten statt Stunden. Boilerplate verschwindet. Erste Prototypen stehen sofort.
Die entscheidende Frage ist jedoch:
Code zu produzieren war noch nie der eigentliche Kern unseres Berufs. Der wahre Wert liegt im Verstehen von Systemen, im Durchdenken von Abhängigkeiten, im Entwerfen robuster Architekturen und im Treffen nachhaltiger Entscheidungen.
Und genau hier sind jetzt erst recht Seniors gefragt.
Denn KI generiert Code – aber sie trägt keine Verantwortung für:
Ohne Gesamtüberblick über das Projekt wird KI-generierter Code schnell zu technisch sauber aussehender, aber konzeptionell fragiler Software.
Vielleicht erleben wir gerade nicht das Ende der Softwareentwickler – sondern das Ende des reinen «Code-Tippers».
Die Zukunft gehört denen, die:
KI ersetzt keine Entwickler. Aber sie trennt immer deutlicher zwischen Code schreiben und Software entwickeln.
